Köpenick grenzt an die Stadtteile Treptow, Lichtenberg, Marzahn und Hellersdorf (im Norden und Westen) und an die Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Dahme-Spreewald des Landes Brandenburg (im Osten und Süden). Köpenick liegt im Südosten Berlins und ist mit einer Fläche von 12.776 ha der größte Ortsteil von Berlin. Dennoch ist mit ca. 116.00 Einwohnern statistisch der am dünnsten besiedelte Stadtteil Berlins. Und mit der Eingliederung in Berlin in dem Jahre 1920 ist er auch eines der jüngsten Mitglieder Berlins. Wie auch andere Bezirke Berlins ist auch Köpenick heute kein eigenständiger Bezirk mehr, sondern ein Teil des Bezirkes Treptow-Köpenick. Treptow-Köpenick ist auch der der Bezirksreform immer noch der größte Bezirk Berlins.
Im Kontrast zu den meisten anderen der 95 Berliner Ortsteilen, die aus ehemaligen Dörfer oder aus der in der industriellen Zeit entstanden Wohnsiedlungen hervor traten, ist Köpenick, genau wie das im Südwesten gelegene Spandau, der einzig andere Berliner Ortsteil mit einen eigenen mittelalterlichen Stadttradition. Genau wie auch Spandau erhielt Köpenick bereits sein Stadtrecht im Mittelalter und verfügt noch heute über einen sehr gut instand gehaltenen Altstadtkern und eigene Vororte. Der Name Köpenicks hat seinen Ursprung aus der Zeit der Slaven, die der Stadt den Namen Copnic (Inselort) gaben. Auch gab es zu dieser Zeit bereits Burgen. Die älteste Burg Köpenicks stammte bereits aus der Bronzezeit.
Gelegen inmitten im Urstromtals Berlin und der Mündung der Dahme und der Spree ist es kaum verwunderlich, dass die früheren Erwerbsgrundlagen des Ortes der Fischfang waren. Noch heute legt man im Köpenick großen Wert darauf die historische Geschichte am Leben zu erhalten. Sowohl der Altstadtkern als auch des Schloss Köpenick mit seinen Schloßgarten sind sehr gut erhalten und laden zum Besichtigen ein.